Soziale Netzwerke

  • Kundengewinnung durch Empfehlungsmarketing – Mundpropaganda im Netz

    Ein beachtlicher Teil von Mandaten basiert auf Weiterempfehlung von Freunden, Kollegen und Bekannten. Daher ist es verwunderlich, dass das Thema Soziale Netzwerke von der Mehrheit der Anwälte weitgehend ignoriert wird. Was im “realen Raum” so eindeutig erscheint, ist vielen im “virtuellen Raum” nicht mehr bewusst. Dabei haben die soziale Netzwerke längst das Stadium der bloßen Modeerscheinung überstanden (Vgl. A.1.a). In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie über Soziale Netzwerke Ihre potentiellen Mandanten ansprechen und von Ihrer Person und Leistung überzeugen können.

  • . Bedeutung von sozialen Netzwerken für die Mandantenakquise

    Ein soziales Netzwerk ist eine Internetseite, die eine Verbindung von Menschen für die Kommunikation und den Austausch von Inhalten ermöglicht. Das größte soziale Netzwerk ist Facebook (http://www.facebook.com). Weitere beliebte Netzwerke sind Google+ (http://plus.google.com) und der Kurznachrichtendienst Twitter (http://twitter.com). Daneben gibt es professionelle Netzwerke wie Xing (http://www.xing.com) und LinkedIn (http://www.linkedin.com) sowie, speziell für Juristen, Marktplatz Recht (http://www.marktplatz-recht.de). Für Sie als Dienstleister eignen sich die Netzwerke aus folgenden Gründen:

    • Social Media Marketing ist grundsätzlich kostenlos: Marketing in sozialen Netzwerken verursacht für Sie keine Kosten – außer Zeitaufwand. Seiten bei Facebook, Google+ und Twitter können Sie in wenigen Schritten einfach und kostenlos anlegen. Die Bereitstellung von Inhalten erfolgt ebenfalls kostenlos und ist
      schnell gelernt.
    • Weiterempfehlung leicht gemacht: Eine Weiterempfehlung zu bekommen war noch nie so einfach! Mit einem einzigen Klick kann der Nutzer über soziale Netzwerke allen anderen Nutzern, mit denen er in Verbindung steht, sagen, was er gut und interessant findet. Bei Facebook wird dies mit der Taste “Gefällt mir” gemacht (sog. “Like-Button”), bei anderen Plattformen gibt es ähnliche Schaltflä- chen. Indem Sie eine Facebook-Seite, Google+ Seite und ein Twitter-Profil anlegen, schaffen Sie eine “Start-Plattform”, über die die Inhalte wahrgenommen und von Interessenten verbreitet werden können. Zusätzlich können Sie Ihre Webpräsenz und Ihren Blog mit Social Media Plugins ergänzen. Diese Elemente, die Interaktion mit den sozialen Netzwerken direkt von Ihrer Seite aus ermöglichen, sind bei jeder gängigen Blog-Software, wie z.B. WordPress19, vorhanden. Der Nutzer wird Ihre Seite öfter empfehlen, wenn er dazu nicht erst zur Seite des jeweiligen sozialen Netzwerkes wechseln muss. Machen Sie es dem Nutzer einfach.
    • Durch Weiterempfehlung werden Sie wahrgenommen: Kennen Sie die Aussage des berümten US-Psychologen Stanley Milgram, dass jeder Mensch jeden beliebigen Menschen auf dem Planeten über durchschnittlich Sieben Ecken kennt (sog. Kleine-Welt-Phänomen)? 20 Im Zeitalter der sozialen Netzwerke beträgt der “Abstand” laut einer Studie nur noch fünf Verbindungen.21 Für die Mandantenaquise bedeutet das, dass Ihre Inhalte gar nicht so viele “Gefällt mir”-Klicks brauchen, um von einer sehr breiten Gruppe von Menschen wahrgenommen zu werden. Die Verbreitungswahrscheinlichkeit wird dadurch verstärkt, dass die “Freunde” oft gleiche Interesse teilen und die Inhalte von Kontakten sehr wahrscheinlich auch weiterempfohlen werden. Im besten Fall wird ein sog. viraler Effekt erzeugt – die Inhalte verbreiten sich “epidemisch” im Netz. Wenn Sie frü- her durch Newsletter und klassische Werbung nur wenige User erreichen konnten, die Ihre Aussage unmittelbar wahrnehmen, sprechen Sie auf diese Weise eine Vielzahl von Empfängern an.
    • Durch soziale Netzwerke werden Sie gefunden: Auch Google und Co. bewerten Inhalte, die weiterempfohlen und in sozialen Netzwerken verbreitet werden, hö- her als andere Webinhalte. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass der Google PageRank einer Seite bereits jetzt dadurch beeinflusst wird.22 Zudem hat Google damit angefangen, Ergebnisse aus dem Netzwerk Google+ bei normalen Suchanfragen an “prominenten” Stellen einzublenden.23 Dem Trend zum Ausbau dieser Art der Suche (sog. soziale Suche) folgt auch Facebook.24

      Manche Nutzer bevorzugen bei der Internetrecherche gezielte Anfragen an Freunde oder Kontakte. Solche Statusmeldungen wie “Suche gerade einen Experten für Mietrecht” oder “Kennt jemand einen guten Anwalt für Markenrecht?”, “Gerade Unfall gehabt – Fotos – hat jemand einen Verkehrsanwalt für mich?” usw. sind nicht selten in Netzwerken anzutreffen. Indem Sie sich Ihren “Freunden”, “Kontakten” und “Followern” als Experte in einem bestimmten Rechtsgebiet prä- sentieren, steigern Sie die Wahrscheinlichkeit, empfohlen und beauftragt zu werden.

    • Marktforschung – Neue Mandantengruppen erschließen: Soziale Netzwerke sind wie geschaffen dafür, Rückmeldungen zu Ihren Dienstleistungen zu bekommen. Wenn Sie Kommentare lesen und die Verbreitung von Ihren Inhalten im Netz verfolgen, können Sie Ihre Interessenten näher kennenlernen und neue Mandantengruppen definieren. Manche Netzwerke wie Facebook bieten dafür standardmäßig sehr gute Analysetools.25 Vielleicht bringen Ihre Mandanten und Interessenten Sie auf diesem Wege dazu, revolutionäre Dienstleistungen anzubieten. Sie müssen nur zuhören!
    • Persönliche Beziehungen aufbauen: Die sozialen Netzwerke eignen sich hervorragend, um persönliche, intensive Mandantenbeziehungen aufzubauen. Durch Präsenz auf den Netzwerken werden Sie für Ihre Mandanten bereits leichter erreichbar. Durch die Verbreitung von interessanten Inhalten, authentische Kommentare zu aktuellen Ereignissen, Rechtsthemen und Themen, die Sie persönlich interessieren (Sport, Hobbys usw.) zeigen Sie Ihren Interessenten sowohl Ihre professionelle als auch Ihre persönliche Seite. Sorgen Sie für Vertrauen und schaffen Sie Nähe zu Ihren Mandanten.
  • Tipps für erfolgreiches Social Media Marketing

    Soziale Netzwerke sind keine typischen Marketinginstrumente. Sie wurde zum Zwecke der Kommunikation und nicht als Absatzkanal geschaffen. Bei der Benutzung der Netzwerke müssen Sie auf Ballance zwischen Kommunikation und Verkauf achten und Fingerspitzengefühl bewahren:

    • Präsentieren Sie sich als offener Gesprächspartner, hören Sie auch mal nur zu und geben Sie hilfreiche Tipps, anstatt Ihre Besucher mit Verkaufsgesprächen zu überfordern.
    • Spammen Sie Ihre Seite und die von Kontakten nicht voll, sorgen Sie stattdessen für gut lesbare und interessante Inhalte.
    • Wenn Sie ein Profil bei einem Netzwerk erstellen, benutzen Sie es auch! Nichts sieht schlimmer aus und macht einen schlechteren Eindruck als nicht aktualisierte Profile und verwaiste Seiten.
    • Geben Sie immer Ihre Kanzleiadresse, Telefonnummer und E-Mail für alle sichtbar an. Datenschutz in sozialen Netzen ist ein nicht zu unterschätzendes Thema für Privatpersonen. Jedoch sind Ihre Kanzleidaten öffentlich. Geben Sie “Freunden” und Nutzern, die noch nicht mit Ihnen verbunden sind, die Möglichkeit, Sie direkt zu kontaktieren
  • Umgang mit negativen Kommentaren

    Haben Sie keine Angst vor negativen Kommentaren! Vor diesen ist keiner geschützt. Indem Sie aber angemessen darauf reagieren, zeigen Sie Ihren Mandanten und Interessenten, dass deren Meinung für Sie etwas bedeutet und Sie auch mit Kritik umgehen können.

    Wenn es sich um eine konstruktive Kritik handelt, bekommen Sie außerdem die Chance, Ihren Mandanten näher kennenzulernen und ggf. doch noch zufrieden zu stellen. Ist das nicht Grund genug, um sich für eine Kritik erst einmal zu bedanken? Wenn es sich um keine konstruktive Kritik handelt, können Sie den “Kritiker” auf “Nettiquette” (http://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette) verweisen und die Diskussion dadurch gezielt lenken. Zur Not können Sie wirklich unangemessene Inhalte auch löschen oder die Kommentarfunktion ausschalten. Das sollten Sie aber nur als letztes Mittel in Betracht ziehen. Durch Abschaltung und Löschung der Kommentare machen Sie sich bei Ihren Lesern unbeliebt und provozieren weitere Kritik auf anderen Plattformen. Es ist besser, wenn es auf Ihrer Plattform geschieht, wo Sie es kontrollieren und steuern können. Gehen Sie auf Kritik ein und lösen Sie das Problem, dann ist das bestes Marketing für Sie.

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